Moxibustion

Moxibustion wird in Asien seit Tausenden von Jahren in der Therapie von Krankheiten verwendet. Eines der beiden chinesischen Schriftzeichen, die herkömmlicherweise für den Begriff Akupunktur benutzt werden, bedeutet wörtlich „Moxibustion“. Daraus kann man ableiten, dass Moxibustion sehr oft in Kombination mit Akupunktur angewendet wird.

Was ist Moxibustion und wie funktioniert sie?

Während der Moxibustion werden die Akupunkturpunkte durch Wärme bzw. Hitze stimuliert. Die Wärme wird durch das Abbrennen von getrocknetem Artemisiakraut (Beifuß/Moxa) erreicht. Wie bei den meisten Behandlungsmethoden der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Moxibustion angewendet, um das Blut und qi zu stärken, den Fluss des qi zu stimulieren – der Körper wird somit gestärkt und Schwächen werden ausgeglichen.

moxa heute

Ist Moxibustion schmerzhaft?

Es gibt zwei Arten der Moxibustion: die direkte und indirekte Moxibustion. Bei der  direkten Moxibustion werden kleine, kegelförmige Moxastücke auf einen Akupunkturpunkte gelegt und verbrannt. Bevor das Moxastück erloschen ist, wird es von der Haut genommen, somit wird die Haut nicht beschädigt. Indirekte Moxibustion bedeutet die Verwendung von Moxa über einem Akupunkturpunkt, entweder als sogenannte Moxazigarre oder als Moxakegel auf der Akupunkturnadel. Weitere Arten der indirekten Moxibustion sind Moxibustion auf einer Ingwerscheibe, auf Salz oder in einer sogenannten Moxabox.

Der Patient erlebt eine angenehme Erwärmung, die tief in die Haut eindringt. Schmerzen und Blasenbildung werden selten beobachtet. Was normal ist, aber nicht weh tut, sind Rötungen oder Gelbfärbungen der Haut. Die Gelbfärbung entsteht durch die ätherischen Öle im Beifußkraut.

Wann wird Moxibustion angewendet?

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird Moxibustion oft angewendet, um Kälte zu vertreiben und Meridiane zu erwärmen, was wiederum das freie Fließen des qi fördert. Westlich gesehen, wird Moxibustion oft zur Förderung des Immunsystems, in der Behandlung von Menstruationsschmerzen und zur Geburtsvorbereitung bei Beckenendlage des Babys angewendet.

Weitere Therapiemethoden

Akupunktur
Chinesische Arzneimitteltherapie (Chinesische Kräutertherapie)
Schröpfen und Schröpfkopfmassage
Gua Sha (Schaben)
Chinesische Diätetik (Chinesische Ernährungslehre)

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